Aktuell © archaeofakt 2015 Arbeit bei archaeofakt Wir suchen Mitarbeiter für  Grabungsprojekte in der Region Berlin-Brandenburg und Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Wenn Sie Interesse an einer Arbeit als Archäologe, Grabungs- techniker oder Vermesser haben, wenden Sie sich gern per Email oder auch telefonisch an uns. Vorträge von archaeofakt Beim 17. Berliner Archäo- logentag erzielten unsere Vorträge über "Meso- und neolithische Befunde der Grabung Breite Straße in Berlin Mitte" (von Matthias Antkowiak) und "Grabung Schlossplatz - Apotheken- funde, Bergung von Groß- objekten, Holzgründung" (von G. Döhner) eine starke Resonanz. Archäologie im Park von Sanssouci Als man 1763 mit den Erdarbeiten für den Bau des Neuen Palais im Park von Sanssouci begann, wurden zahlreiche archäologische Funde geborgen. Galten sie in damaliger Zeit noch als Kuriosa, wissen wir dank Zeichnungen der heute verschollenen Funde, dass es sich um Funde der Jungsteinzeit, der Bronze- und Eisenzeit handelte. Bei den  derzeitigen umfangreichen Sanierungsarbeiten am Sockelgeschoss des neuen Palais erhoffen wir uns weitere Erkenntnisse über die urgeschichtliche Fundplatzsituation zu erhalten. Zusätzlich erwarten wir neue und interessante Informationen zur Baugeschichte des Neuen Palais, die uns einen Eindruck über die damaligen Bauabläufe ermöglichen werden. Die Arbeiten haben im Frühjahr 2014 begonnen und werden über einen längeren Zeitraum stattfinden. Archäologie in Berlin Charlottenburg Die Kaiser-Friedrich-Straße in Charlottenburg war eine der Hauptentwicklungsachsen des Bezirks. Sie verläuft vom Bahnhof Charlottenburg nach Norden in Richtung Schloss und durchquert südöstlich des Schlossparks eine heute kaum noch sichtbare Niederung, die eine eiszeitliche Verlängerung der Grunewaldseenkette darstellt. Dieser sogenannte „Schwarze Graben“ konnte im Frühjahr 2015 von der Firma archaeofakt untersucht werden. An der Kreuzung Kaiser-Friedrich-Straße / Schustehrusstraße wurden zwei Schnitte geöffnet, die einen Einblick in diesen seit dem 17. Jahrhundert intensiv genutzten Querungsbereich des durch Teiche und Abwassergräben gegliederten Geländes erlauben. In über 3,00 m Tiefe wurden zahlreiche Holzstrukturen untersucht, die zu Uferbefestigungen des 18. und 19. Jahrhunderts gehörten. Eine Bohle aus Kiefernholz konnte durch dendrochronologische Untersuchung auf das Fälldatum 1683 datiert werden. Das Holz stammt aus der Gründungsphase des Schlossviertels, das um 1700 im Süden des Schlosses Charlottenburg entstand. Durch die Untersuchungen konnten detaillierte Einblicke in die historische Entwicklung des Geländes gewonnen werden. Ein Schulneubau in Berlin-Rudow Auf dem Gelände eines ehemaligen Zwangsarbeitslagers in Rudow soll in den kommenden Jahren der Neubau der Clay-Oberschule entstehen. Im Vorfeld war zu klären, in wieweit historische Reste des Lagers noch im Boden erhalten sind. Somit führte die Firma archaeofakt im Sommer 2014 eine archäologische Voruntersuchung auf etwa zwei Hektar des zukünftigen Baugeländes durch. Bei dieser Maßnahme wurden nicht nur Strukturen und zahlreiche Gegenstände der Lagerzeit aufgefunden, sondern auch ein ausgedehnter, mehrphasiger, urgeschichtlicher Siedlungsbereich. Der Auftrag umfasste darüber hinaus eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit mit zahlreichen Führungen und Grabungstagen, an denen Schülergruppen an den Arbeiten teilnahmen. Durchgeführt und begleitet wurde außerdem die Bergung der Reste eines Luftschutzgrabens, der in einer permanenten Ausstellung im Eingangsbereich der zukünftigen Schule wiederaufgebaut und gezeigt werden soll. Ein weiteres Ausstellungsstück soll das Wandsegment einer ehemaligen Lagerbaracke werden. Schlossplatz Berlin - Humboldtforum Im Frühjahr 2015 wurde der nun fertig gestellte Rohbau des wieder aufgebauten Berliner Stadtschlosses, das Humboldtforum, an das Abwasser- und Stromleitungsnetz angeschlossen. Die Firma archaeofakt begleitete hier sämtliche Erdarbeiten im Umfeld des ehemaligen Schlosses und des Dominikanerklosters, dessen Reste sich heute unter dem Schlossplatz befinden. Neben zahlreichen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Baustrukturen des inneren Klosterbereichs konnte in der Nordostecke des Kreuzgangs eine komplett erhaltene, barocke Gruft freigelegt werden. Neben der männlichen Hauptbestattung wurden hier die Überreste von sechs weiteren Individuen dokumentiert. Herausragende Funde waren das Fragment einer silbernen Totenkrone, ein „Erfurter Dreier“, eine Silbermünze von 1604 und ein komplett erhaltener Hornkamm. Grabungen / Restrukturierung und Geländemodellierung im Theater von Apollonia (Albanien).  Seit 2006 finden im Theater von Apollonia (Albanien) Forschungsgrabungen in einer deutsch-albanischen Kooperation statt. Die bauhistorischen und archäologischen Untersuchungen konnten in den letzten Jahren intensiviert werden und widmeten sich vornehmlich den Bau- und Umbauphasen des Theaters. Nun findet zusätzlich eine Restrukturierung statt, die, neben der Substanzsicherung, das Theater von Apollonia wieder im Stadtgebiet wahrnehmbar werden lässt. Unser Unternehmen wurde vom Deutschen Archäologischen Institut - Abteilung Rom (unter der Leitung von Prof. Dr. H. von Hesberg) damit beauftragt, diese Maßnahmen umzusetzen. Die Aufgaben konzentrieren sich in zwei sechswöchigen Kampagnen auf die archäologische Untersuchung der Orchestra, die anschließend wieder als Mittelpunkt des Theaters visualisiert wird sowie auf die Wiederherstellung der antiken Hangneigung im unteren Bereich des südlichen Koilons. Das instabile geologische Gefüge des südlichen Theaterhanges führte in der Vergangenheit immer wieder zu größeren Abrutschungen und zu einer teilweisen Verfüllung der Orchestra. Durch den Steinraub in der Nachantike wurde das Hanggefüge destabilisiert und wird nun durch die Wiederherstellung der historischen Hangneigung wieder stabilisiert werden. Zugleich wird die Geometrie des Theaters im Gelände für die Besucher wieder nachvollziehbar gestaltet. Innerhalb des Theaters befinden sich große Mengen antiker Bauglieder, die in eigens dafür angelegte Steinlager außerhalb des Theaters verbracht werden. Auch diese Aufgabe wird durch unser Unternehmen koordiniert und ausgeführt.    Ausgrabungen an der Marienkirche in Berlin-Mitte Eine großflächige Ausgrabung der Firma archaeofakt an der Südseite der Marienkirche in Berlin brachte wichtige und interessante Einblicke in die Entwicklung der Keimzelle des um 1250 entstandenen Marienviertels. Untersucht wurden zwei Hausstandorte der Randbebauung des ehemaligen Neuen Marktes und ein Abschnitt des Marienkirchhofes. Hier konnten ca. 140 Bestattungen dokumentiert werden, die in enger, mehrlagiger Belegung ein Spektrum vom 13. bis in das 18. Jahrhundert aufwiesen. Interessante Sonder- und Mehrfachbestattungen sowie ein breites Spektrum an Kinderbestattungen erlaubten interessante Einblicke in die Lebenswelt der damaligen Berliner. Mittelalterliche Siedlungsreste unter den Hausgrundstücken rundeten das Bild ab. Untersuchung der Baureste des Luther- denkmals am Neuen Markt in Berlin-Mitte Isometrische 3D Fotogrammetrie des Fundamentbestandes Zum 500 jährigen Jubiläum der Reformation im Jahr 2017 besteht die Absicht, das Denkmal Martin Luthers wieder an seinen alten Platz am Neuen Markt vor die Marienkirche zu versetzen. Aus diesem Anlass untersuchte die Firma archaeofakt den historischen Standort im Winter 2014, um die vorhandenen Fundamentstrukturen zu dokumentieren. Von Interesse war ebenfalls die höhenmäßige Einbindung des damaligen Denkmals in das Stadtbild sowie das Umfeld der Baugrube. Hier konnten mit einem Tiefschnitt sämtliche historischen Horizonte und Marktplatzpflasterungen des Neuen Marktes von der Gründungszeit des Marienviertels um 1250 bis heute erfasst werden.